Oberleitung (5. Teil): Fazit [Video / Update]

Eins vorweg: Die Spur-G-Blog-Tests haben gezeigt, dass eine E-Lokomotive viel besser aussieht, wenn Sie unter einer Oberleitung fährt.

In der Artikelserie wurden in den letzten Tagen im Detail die folgenden Oberleitungen vorgestellt:

Ob die eigene Anlage nun mit Oberleitungen ausgerüstet werden soll, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Die richtige Wahl hängt von den individuellen Wünschen des Gartenbahners ab. Ein kleiner Tipp: Vielleicht rüsten Sie erst nur ein kleines Segment mit den Oberleitungen aus, z.B. der Bahnhof oder nur den Streckenabschnitt, der von der Terrasse aus zu sehen ist. Nur der Übergang von Oberleitung zu Nicht-Oberleitung muss sorgfältig geplant werden, damit der Pantograf beim Übergang nicht hängen bleibt. Außerdem lassen sich ggf. verschiedene Systeme (günstig und teuer) kombinieren: Beim Vorbild sind auch unterschiedliche Masten im Einsatz…
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Übersicht in tabellarischer Form

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(Durch ein Klick auf die Übersicht wird die Tabelle als PDF-Datei angezeigt.)

Ein paar Entscheidungshilfen sind in den folgenden Absätzen formuliert:

Tragseil oder nicht?

Am Tragseil lässt sich ggf. Geld sparen - auf Kosten der Optik. Bei AZB und LGB lassen sich die Masten und der Fahrdraht kombinieren

Bei AZB kann und bei LGB muss der Gartenbahner auf das Tragseil der Oberleitung verzichten. Dies sparrt richtig viel Geld – auch wenn das Tragseil viel zur optischen Wirkung beiträgt. Fällt die Wahl auf AZB, besteht die Möglichkeit das Tragseil später nachzurüsten.  HObbex und Hubert Madlener liefern ihre Oberleitungen nur als Komplettsatz aus Fahrdraht und Tragseil aus.

Vorbildgerecht?

Wer seine Oberleitung passend zum Vorbild bauen möchte, dem fällt die Wahl leicht. AZB und der LGB Modell-Mast sind bestens für die RhB geeignet. Hubert Madlener baut Masten für die ÖBB und alle Regelspur-Lokomotiven passen unter den Gittermasten von HObbex. Wer eine Straßenbahn oder eine Nebenstrecke elektrifizieren möchte, fährt mit den LGB Standard-Masten gut.

Im Garten oder auf der Innenanlage?

Im Haus sind alle Oberleitungen einfach und sicher zu befestigen. Im Garten bieten sich die Systeme von AZB und LGB an, wenn man Wert auf eine einfache Befestigung des Mast am Gleis legt. Die Klemmschieber von AZB und LGB sorgen für einen sicheren und unkomplizierten Halt. Bei den anderen Systemen muss man sich überlegen, wie man die Masten am Besten befestigt – dies hängt in erster Linie vom eigenen Trassenbrett ab. Bei HObbex sind nur die Masten und Fahrdrähte geeignet, die aus Messing sind!

Preiswert oder exklusiv?

Die absolut günstigsten Oberleitungen für die Spur G bietet HObbex an. Auf der Innenanlage kann man die ruhig die preiswerten Masten und Fahrdrähte kaufen. Für die Außenanlage ist die Messingvariante von HObbex Pflicht. Wer in seine Betontrasse Löcher bohren kann, wird auch die HObbex Masten mit einem Dübel und einer Edelstahlschraube befestigen können.

Im direkten Vergleich hochwertiger sind die Oberleitungen von AZB und Hubert Madlener. Die filigranen Fahrdrähte entzücken den Betrachter – haben aber ihren Preis.

AZB oder LGB

Links: Beim AZB-Mast ist auch der Ausleger aus Aluminium. Der Mast kostet incl. Sockel und Klemmschieber 25 Euro. Rechts LGB: Der Ausleger ist nur aus Kunststoff und der Mast mit Sockel kostet fast 32 Euro

AZB und der LGB Modell-Mast sind wie Geschwister. Beide beruhen auf dem gleichen System und sind untereinander kompatibel. Im direkten Vergleich sind die AZB Masten aber deutlich günstiger und viel feiner modelliert. Außerdem hat LGB die Tragseile aus dem Programm gestrichen. Da der LGB Fahrdraht (68 cm) länger ist als der AZB-Fahrdraht (60 cm), kann die LGB-Variante auch nicht mit einem Tragseil von AZB nachgerüstet werden. Wer die Wahl hat sollte sich zur Zeit auf alle Fälle für AZB entscheiden.

Die Gleichung würde sich ändern, wenn LGB seinen Modell-Mast inklusive Sockel für unter 20 Euro anbieten würde. Dann wären die LGB Masten eine attraktive Alternative für alle, die eine einfache Oberleitung wünschen und auf ein Tragseil verzichten können.

Oder doch selber bauen?

Der Fokus dieser Serie lag auf fertigen Systeme für Oberleitungen. In diversen Beiträgen in Gartenbahn-Zeitschriften wurden bereits komplette Eigenentwicklungen vorgestellt. Damit lässt sich natürlich Geld sparen – auch wenn nicht jeder Gartenbahner dies für sich als Alternative ansieht. Der Spur-G-Blog wird einige Anregungen der letzten Tage aufnehmen und Anfang Mai einige Selbstbauvarianten vorstellen, die auf Standardelementen aufbauen und einen attraktiven Kompromiss zwischen kompletter Eigenkonstruktion und Fertigteilen bieten.

Die Übersicht zu dieser Serie finden Sie im folgenden Spur-G-Blog-Artikel.

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