historikRhB: Mit neuer Werbelok Spenden sammeln

Die neue Werbelok Ge 4/4 II trift die historische RHAETIA – Quelle: Michaela Rapp [b]

Die Rhätische Bahn (RhB) und der Verein historikRhB haben gestern gemeinsam eine neue Werbelok Ge 4/4 II präsentiert, und die Hintergründe in einer Pressemitteilung erläutert:

Die Präsentation einer neuen «Werbelokomotive» auf der historischen Rotonde vor dem Lokdepot in Landquart sorgte am Freitag, 9. November 2018 für mediales Aufsehen. Nicht nur, weil zum ersten Mal eine Lok für eine andere Lok Werbung macht, sondern und vor allem auch weil das Ziel dieses Auftrittes die Lancierung einer gross angelegten Spendenaktion zur Rettung der ältesten Lokomotive der Rhätischen Bahn ist.

So soll es wieder werden – Quelle: Michaela Rapp [b]

Die Rede ist von der ersten Lok der RhB, der Dampflok mit dem klingenden Namen «RHÆTIA». Sie führte 1889 den ersten Bündner Zug von Landquart nach Klosters und war damit Vorbotin des wirtschaftlichen Aufschwungs in Graubünden. Die «RHÆTIA» hat nationale Bedeutung als eine der ältesten Lokomotiven der Schweiz.

Das Feuer in der Feuerbüchse des historischen RhB-Flaggschiffs ist vor vier Jahren im wahrsten Sinne des Wortes erloschen. Sie braucht dringend eine Restaurierung. Für die Mittelbeschaffung haben sich die unter «historic RhB» organsierten Bündner Bahnvereine zusammengetan und mit Unterstützung der RhB die «Projektgruppe RHÆTIA» gegründet. Die ehrenamtlich mithelfenden Vereinsmitglieder möchten auf privater Basis den notwendigen finanziellen und fachlichen Support für die Restaurierung der «Lok Nr. 1» beisteuern, weil die RhB alleine dies nicht darf. Rund eine Million Franken ist erforderlich, damit die «RHÆTIA» auch in naher Zukunft wieder dampfend und zischend vor epochengerechten Nostalgiezügen im Kanton eingesetzt werden kann. Durch die Freiwilligenarbeit wird garantiert, dass jeder Franken für die Wiederinstandstellung der Dampflok verwendet wird.

Die neue RhB Ge 4/4 II „Kohle“ – Quelle: Michaela Rapp [b]

Ende des vorletzten Jahrhunderts realisierten die damaligen Bahnpioniere mit viel Unternehmergeist, Mut, Energie und Kreativität ein rhätisches Schienennetz, das noch heute bei Einheimischen und Touristen grösste Achtung und Bewunderung auslöst. Diesen Enthusiasmus und das Feuer sollen mit der «Kohle» aus der Spendenkampagne wieder entfacht werden. Alle werden eingeladen, ihren Beitrag an die «RHÆTIA» zu leisten, damit sie als erlebbares Kulturgut und als weiteres charmantes touristisches Zugpferd die «Bündner Kulturbahn» für die kommende Generation bereichert.

Im kommenden Frühling ist von der Projektgruppe «RHÆTIA» ein grosser Spendenzug geplant, welcher an zahlreichen grösseren Bündner Bahnhöfen Halt macht.

Quelle: Geni Rohner / historic RhB

Link-Tip: www.rhb.ch

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