Erstmals im Oktober: Zittauer Schmalspurbahn begrüßt 200.000 Fahrgast

Die Zittauer Schmalspurbahn schaut in einer Pressemitteilung auf ein erfolgreiches Jahr zurück:

So zeitig wie noch nie in einem Jahr, konnte am 27. Oktober der 200.000 Fahrgast der Zittauer Schmalspurbahn begrüßt werden. SOEG-Aufsichtsratsvorsitzender, Gerd Arnold, der ZVON-Geschäftsführer Hans-Jürgen Pfeiffer überraschten gemeinsam mit Ingo Neidhardt den Jubiläumsfahrgast im Bahnhof Zittau mit Blumen und Präsent. Seit 2016 verzeichnet die Bahn jährlich mehr als 200.000 Fahrgäste, diese Schwelle wurde bisher immer erst im Dezember erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr nutzten bis zum 30. September rund 5 % mehr Passagiere die kleine Bahn im Naturpark Zittauer Gebirge. Die aktuelle Hochrechnung für das gesamte Jahr 2018 deutet darauf hin, dass wiederholt mit einem Fahrgastrekord zu rechnen ist. Über 220.000 Fahrgäste werden erwartet.

Dass die Bahngesellschaft stetig Zuwachs erhält, ist Ergebnis der abwechslungsreichen und am Kunden orientierten Angebote der Bahn. Dazu zählen unter anderem die historischen Fahrzeuge, wie Sachsenzug, Reichsbahnzug und Zittauer Triebwagen, und ebenso eine Reihe von Investitionen in die touristische Entwicklung. So tragen die ****Ferienwohnung „Am Wasserhäuschen“ und die Ferienwaggons im Bahnhof Oybin sowie Übernachten im Bahnhof Jonsdorf zur Stabilisierung der Übernachtungszahlen bei. Damit und mit der Einweihung des Kinder-Spielplatzes in Oybin konnte höchstwahrscheinlich eine neue Zielgruppe erreicht werden. Die verstärkte Vermarktung der touristischen Angebote reflektiert auf die Nutzung der Zittauer Schmalspurbahn zurück.

 

Für die Betreibergesellschaft war es dennoch kein leichtes Jahr. Die langanhaltende Hitze verlangte den Mitarbeitern der SOEG so Einiges ab. „Ihnen gilt ein besonderer Dank, dass sie die 200.000 Fahrgäste unter den erschwerten Bedingungen in diesem Sommer sicher und pünktlich ans Ziel gebracht und die vorbeugenden Brandschutzvorkehrungen zusätzlich gemeistert haben…“ so Geschäftsführer Ingo Neidhardt. Auch die Reisenden mussten Einschränkungen in Kauf nehmen. Verständnisvoll zeigten sich diese in Richtung Jonsdorf, auf dem waldreichen Streckenabschnitt wurde über mehrere Wochen vorbeugend auf den Einsatz von Dampfzügen verzichtet. So auch zu der letzten Nachtfahrt im August, die mit dem Dieselzug durchgeführt wurde. Die in diesem Jahr neu eingeführte Themenfahrt entwickelte sich zum Publikumsliebling. Die Karten für die drei Termine waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Auch im kommenden Sommer werden Nachtschwärmer an drei Abenden die Möglichkeit haben, im Aussichtswagen den Sonnenuntergang in Jonsdorf zu genießen. Für 2019 hat sich die Zittauer Schmalspurbahn ebenfalls etwas Neues für die Gäste einfallen lassen, so steht die Kräutertour in den Frühling am 27. April 2019 neu auf dem Programm.

Wer in den nächsten Tagen noch mit der Bahn mitfahren möchte, muss sich beeilen. Denn ab 5. November beginnt die alljährliche Betriebspause. Die vier Wochen werden intensiv genutzt, um Strecke und Fahrzeuge instand zu setzen. Der Schwerpunkt in diesem Jahr liegt beim Austausch maroder Schwellen, der Wartung der Signaltechnik und dem Baumverschnitt entlang der gesamten Strecke.

Ab 1. Dezember rollen die Züge wieder und die Gäste können sich auf ein volles Adventsprogramm freuen. Der Nikolaus und der Weihnachtsmann stehen schon in den Startlöchern.

Quelle: Manuela Bartsch / Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH

Link-Tipp: www.soeg-zittau.de

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