Die PIKO Zentrale und der Massoth-Bus

PIKO Digitalzentrale – Quelle:
PIKO Spielwaren GmbH

PIKO bietet unter der Artikelnummer 35010 für 250,00 Euro eine Digitalzentrale an. Mit einer Leistung von 5A reicht die Zentrale für den Einstieg. Die PIKO Zentrale besitzt einen Bus-Ausgang, um weitere Digitalkomponenten anzuschließen. PIKO bietet dafür einen Handregler (Artikelnr. 35011 / 280,00 Euro), einen Funkempfänger (Artikelnr. 35012 / 85,00 Euro) und einen Booster (Artikelnr. 35015 / 230,00 Euro) an. Der PIKO Handregler kann direkt per Kabel an die PIKO Zentrale angeschlossen werden. Wer die Funkverbindung nutzen möchte, was sich im Garten bewährt hat, benötigt den Funkempfänger. An einen Funkempfänger können bis zu acht PIKO Handregler angeschlossen werden. Da der PIKO Handregler kompatibel zum Massoth Navigator ist, lassen sich an einen Funkempfänger die PIKO und Massoth Navigatoren mischen. Bis zu acht Navigatoren können mit dem Funkempfänger von PIKO verbunden werden. Das ist natürlich besonders interessant, da Massoth seinen Navigator in verschiedenen Farben anbietet. Beim Kauf eines Massoth Navigators muss man nur darauf achten, ob das gewünschte Modell ab Werk mit einem Funkmodul ausgerüstet ist. Massoth lässt den Kunden dort die Wahl. Das Funkmodul lässt sich bei Bedarf aber sehr einfach selbst nachrüsten, wie dieses alte Spur-G-Blog-Video zeigt.

Im weiteren Artikel stellt der Spur-G-Blog vor, wie der PIKO Bus erweitert werden kann und was man beim Anschluss von Drittanbietern berücksichtigen muss.

Leider besitzen die PIKO Digitalprodukte für die Gartenbahn immer nur einen Bus-Ausgang. Man kann also entweder den Navigator oder den Booster anschließen. Das ist allerdings kein großes Problem. Der PIKO Bus benutzt ein Flachbandkabel aus dem Telefonbereich, so dass sich passende Splitter oder Verteiler bei einem guten Telefonausrüster vor Ort oder günstig auf eBay bestellen lassen.

Der PIKO Bus besteht aus sechs Adern. Auf den mittleren vier Adern ist der DiMAX Bus von Massoth implementiert. Das bedeutet, dass sich an die PIKO Zentrale 35010 alle DiMAX Bus-Produkte von Massoth anschließen lassen.

Das gilt allerdings nicht für die DiMAX Booster. Massoth führt die Booster deshalb auch nicht in der Kategorie DiMAX Bus. PIKO hat dort einen anderen Weg gewählt: Die äußeren beiden Leitungen des Bus-Systems, die nicht von DiMAX benötigt werden, übertragen die Steuerungsdaten für den PIKO Booster. Die PIKO Zentrale 35010 lässt sich also nicht einfach per Kabel mit einem Massoth Booster verbinden. Allerdings hätte der Modellbauer die Möglichkeit, sich einen Adapter zu bauen, der die beiden Steuerungsleitung des Bus-Systems an den Booster weiterleitet. Aber weder PIKO, Massoth noch der Spur-G-Blog übernehmen eine Haftung, wenn man sich mit einem falschen Adapterumbau seine Zentrale oder den Booster zerstört.

Die einfachste Variante ist natürlich den PIKO Booster an die PIKO Zentrale anzuschließen. Allerdings ist dieser im Februar 2018 nicht ab Werk lieferbar und der Booster bietet nur 5A Leistung. Bedenkt man die Faustregel für Gartenbahnen, so kalkuliert man bei einer digitalen Bahn eine Spitzenlast von 2,5 A bis 3 A pro Motor ein. Natürlich hängt es von den konkreten Situationen vor Ort ab: Wie hoch ist die Steigung und wie viele Waggons sollen gezogen werden? Haben die Waggons kugelgelagerte Achsen und welchen tatsächlichen Stromverbauch hat der Motor der Lok? Wer also eine Anlage mit anspruchsvollen Streckenprofil mit mehreren großen Lokomotiven einsetzen möchte, sollte also über einen Booster zwischen 6 A und 12 A nachdenken.

Ein großer Booster hilft natürlich auch bei der Umrüstung einer großen analogen Anlage. Muss man die Strecke in mehrere kleine Booster-Abschnitte unterteilen, wird der Verkabelungsaufwand relativ groß. Jeder Abschnitt muss komplett zu den Nachbarabschnitten isoliert werden. Bei einem großen Booster reicht es unter Umständen einfach den alten analogen Trafo abzuklemmen und durch den Booster zu ersetzen. Die (kleinere) Leistung der Zentrale lässt sich hervorragend nutzen um die Weichen- und Zubehördecoder zu schalten. Dies erfordert zwar eine zweite Ringleitung, aber es ermöglicht im Notfall das Gleis von digital auf analog  um zu switchen. Sind die Weichendecoder direkt ans Gleis angeschlossen, sollte man keine analoge 24 Volt auf anschließen… Der Spur-G-Blog würde jedem Gartenbahner empfehlen, sich die Option offen zu halten, bei Bedarf das Hauptgleis analog zu betreiben. Bei einer großen Sammlung wird man nicht alle Modelle auf einmal mit einem Decoder nachrüsten…

Zum Abschluss sei noch einmal erwähnt, dass es in diesem Artikel um die PIKO Digitalzentrale (Artikelnr. 35010) für die Gartenbahn geht. Für die kleinen Spurweiten hat PIKO andere digitale Lösungen im Portfolio, auf die sich dieser Artikel nicht bezieht!

Link-Tipp: www.piko.de

Link-Tipp: www.massoth.de

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