Gestern fand die 126. ordentliche Generalversammlung der Rhätischen Bahn (RhB) im Forum im Ried in Landquart statt und stand ganz im Zeichen des Jubiläums «125 Jahre RhB». Verwaltungsratspräsident Stefan Engler würdigte die Leistung der Bahnpioniere, welche mit dem Bau der ersten Teilstrecke von Landquart nach Klosters das heutige 384 Kilometer lange Streckennetz begründeten. Durch den Einbezug von Lernenden in die GV betonte er gleichzeitig den Wunsch, das Erbe der Pioniere in jugendlicher Frische zu bewahren und zu erneuern. RhB-Direktor Hans Amacker gab einen Einblick in das laufende Geschäftsjahr und erläuterte den Angebotsausbau „Retica 30“ ab Mitte Juni 2014. Regierungspräsident Dr. Mario Cavigelli überbrachte der Jubilarin die Glückwünsche der Regierung und unter- strich ihre wirtschaftliche und touristische Bedeutung für den Kanton.
Vor den sehr zahlreich erschienenen Aktionärinnen und Aktionären würdigte Verwaltungsratspräsident Stefan Engler die herausragende Leistung der Bahnpioniere. Er bedankte sich aber auch bei den über 1.400 jetzigen Mitarbeitenden und ihren rund 20.000 Vorgängerinnen und Vorgängern, welche in den vergangenen 125 Jahren die RhB zu der gröss- ten Alpenbahn der Schweiz gemacht haben. Sieben Lernende, welche von Stefan Engler dazu eingeladen worden waren, ihre Visionen und Wünsche für die Zukunft der RhB zu formulieren, lockerten den Ablauf der Generalversammlung auf und sorgten für das eine oder andere Schmunzeln unter den Anwesenden.
RhB-Direktor Hans Amacker präsentierte der Generalversammlung die Angebotsverbesserung von und nach Zürich: Ab 15. Juni 2014 baut die SBB die Verbindungen zwischen Zürich und Chur aus. Die InterCity-Züge, die zur vollen Stunde in Zürich und zur halben Stunde in Chur abfahren, verkehren neu im Zweistundentakt statt nur zu den Hauptverkehrszeiten. Die RhB sorgt für Anschlussverbindungen zwischen Landquart und St. Moritz (via Vereina – Zernez) sowie zwischen Landquart und Davos (mit Umsteigen in Klosters). Mit dieser Angebotsverbesserung werden die Tourismusdestinationen St. Moritz und Da- vos noch besser an das Fernverkehrsnetz der Schweiz angebunden.
Anschliessend an die 126. ordentliche Generalversammlung im Forum im Ried fand in den Hallen der RhB-Hauptwerkstätte in Landquart der eigentliche Festakt zu «125 Jahre Rhätische Bahn» statt. Gäste aus Politik und Wirtschaft fanden sich ein, unter ihnen auch die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, Bundesrätin Doris Leuthard. In ihrer Festansprache überbrachte sie die Grüsse und Glückwünsche des Bundesrates. Die Verkehrsministerin lobte die Rhätische Bahn für den Pioniergeist ihrer Begründer, welcher massgeblich zur Entwicklung des Kantons Graubünden beigetragen habe. Mit Blick auf die heutige moderne RhB stellte sie fest, dass es gute Gründe gebe, stolz auf die Jubilarin sein. Durch 114 Tunnels und über 582 Brücken hinweg verbinde sie Menschen, mache Kultur und Geschichte erlebbar, und mit der im Jahre 2008 verliehenen Auszeichnung der Albula- und Berninalinie als UNESCO Welterbe verfüge sie über weltweite Ausstrahlung. Doris Leuthard meinte denn auch: «Die RhB ist Bahn-Kultur, Kultur-Bahn und Kult-Bahn» und wünschte der Ge- schäftsleitung und den Mitarbeitenden, dass sie die RhB mit dem «feu sacré» der Pioniere in die Bahn-Zukunft führen.
Als Teil der Feierlichkeiten führte das Bündner Kulturensemble Origen das Stück «Elefant» auf, welches eigens für das 125-Jahr-Jubiläum der RhB komponiert worden ist. Es thematisiert die beschwerliche Reise des Elefanten Abul Abbas – ein Geschenk des Kalifen von Bagdad an Kaiser Karl den Grossen – von Bagdad nach Aachen. Weitere Aufführungen finden am Samstag, 7. Juni und am Sonntag, 8. Juni, jeweils um 18.30 Uhr, statt. Informationen und Tickets sind erhältlich unter www.origen.ch.
Quelle: Rhätische Bahn, Yvonne Dünser
Link-Tipp: www.rhb.ch










