Test: Die PIKO Dampflok BR 64 [Video] [Update]

In wenigen Tagen wird die Dampflok BR 64 von PIKO mit einer Preisempfehlung von 450 Euro in den Handel kommen. Der Spur-G-Blog erhielt gestern ein Muster und hat sofort die ersten Eindrücke im neuen Video festgehalten:

Quelle: Spur-G-Blog

Die neue Dampflok von PIKO macht einen sehr guten ersten Eindruck. Wie bei PIKO üblich wird sie in einem Karton mit einer stabilen Styroporeinlage ausgeliefert. Beim Auspacken fällt sofort auf, wie viele Details PIKO an der Lok umsetzt. Die vielen abgesetzten Leitungen verlangen ein vorsichtiges auspacken.

Die Lok wird als analoges Modell ausgeliefert. Hinter der Kesseltür befinden sich zwei Betriebsschalter für die Beleuchtung des Triebwerks und den Verdampfer. Zusätzlich hat PIKO an dieser Stelle einen Lautstärkeregler platziert – ideal für alle Gartenbahner die ihre Lok später mit Sound aufrüsten wollen.

Für den Test hat der Spur-G-Blog die Empfehlung der Betriebsanleitung umgesetzt und die Lok 30 Minuten ohne Last eingefahren. Die Lok lief dabei bereits ruhig über die Gleise. Im Video ist zu sehen, dass die Lok auf dem R1 mit dem Radius von 60cm fahren kann. Bei der analogen Höchstgeschwindigkeit ist die Lok allerdings an einigen R1-Kurven regelmäßig entgleist. Es stellte sich heraus, dass dort das fliegend verlegte Gleis nicht optimal lag. Auf der großen Teststrecke mit einem Mindestradius von 120cm fuhr die Lok hingegen selbst in Höchstgeschwindigkeit durch jede Kurve. Da es sich bei der BR 64 um kein Rennauto handelt, wird in der Praxis vermutlich das Problem nicht auftreten. Rückwärts konnte die Lok selbst im R1 in Höchstgeschwindigkeit die Kurven nehmen. [Update] In dem Handbuch von PIKO habe ich noch folgenden Hinweis gefunden, der im Zweifel helfen kann: „Durch Justieren der Federspannung an Vor- und Nachläufer kann ein Aufschneiden von Weichen verbessert werden. Dadurch ist es jedoch möglich, dass sich die Kontaktierung der Antriebsräder mit dem Gleis verschlechtert. Generell empfiehlt es sich Weichen stets korrekt zu schalten.“ Außerdem schreibt PIKO: „Bitte beachten Sie, dass ein längerer Betrieb auf Kurven mit kleineren Radien zu einem stark erhöhten Verschleiß der Lokomotive und der Schienen führen kann.“ Es empfiehlt sich also am Vorbild zu orientieren: Enge Kurven langsam zu durchfahren. [/Update]

Für den ersten Digitaltest wurde in die Lok ein Massoth eMotion XL Decoder eingebaut. Die Hauptplatine hat PIKO leicht zugänglich auf der Unterseite hinter einer Klappe versteckt. Nur zwei Schrauben müssen gelöst werden um die Platine zu erreichen. Allerdings ist PIKO wieder sehr sparsam mit den Zuleitungen. Der eMotion XL verfügt über zwei Schraubklemmenleisten. Für die zweite Leiste reichte die PIKO Zuleitung nicht. Da wären ein oder zwei Zentimeter mehr nicht schlecht gewesen. Noch besser wäre es natürlich, wenn die Lok über eine steckbare Schnittstellenplatine verfügen würde. Hier kann man aber verstehen, dass PIKO die Entwicklung des Markts abwartet. Für die seit langen angekündigte Großbahn-PluG-Schnittstelle gibt es zum jetzigen Zeitpunkt weder einen Decoder noch eine Lok mit Schnittstelle.

Insgesamt macht die Lok viel Spaß. Die Bedruckung ist selbstverständlich sehr sauber ausgeführt und die ersten Fahrtest verliefen positiv. Man kann fest halten, dass die BR 64 den ersten Fahrtag gut überstanden hat und Lust auf mehr macht.

Ein neues Video des Spur-G-Blogs zeigt die Triebswerksbeleuchtung. Einige Fotos vom Modell hat der Spur-G-Blog hier veröffentlicht.

Link-Tipp: www.piko.de

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