Wer hat den Bogen raus? (2. Teil)

Am Donnerstag hat der Spur-G-Blog aktuell lieferbarer Bogenweichen mit großem Radius vorgestellt. Heute stellt der Spur-G-Blog vor, wie sich die Bogenweichen sinnvoll in den Gleisplan einbauen lassen.

Gezeichnet mit Railmodeller for Mac

Die Grafik zeigt zwei mögliche Gestaltungen eines Bahnhofs. Die Zeichnungen wurden mit der Software Railmodeller für Mac OS gemacht. Ein Doppelklick auf die Grafik erzeugt eine größere Darstellung.

Variante A zeigt den klassischen Bahnhofsaufbau, der z.B. mit dem PIKO Ergänzungs-Set Bahnhof (Artikel 35300) entsteht. Zwei R1-Weichen mit Gegenbogen bilden das Herzstück des Bahnhofs. Auf der Hauptstrecke entsteht ein ca. 83,5 cm langes Gleis. Der Parallelabstand zum Nebengleis beträgt ca. 16,1cm. Das Nebengleis ist in diesem Beispiel lediglich 28cm lang – gemessen wurde nur das gerade Gleis. Unter Berücksichtigung der PIKO R5-Zufahrtsgleise (Radius 124cm) nimmt der Bahnhof 4,10m Platz in der Breite ein.

Auf den ersten Blick sieht man den Vorteil der Bogenweichen: Die Bahnsteige werden um ein vielfaches länger – obwohl dieser Bahnhof sogar nur auf einer Breite von 4,00m geplant wurde. Durch die Integration der R5-Bogenweichen ist auf dem Hauptgleis ein Bahnsteig von fast 1,40m Länge entstanden. Das Nebengleis kommt sogar auf 1,94m. Während in Variante A der Radius für das Nebengleis gerade mal 60 cm beträgt – inklusive einer ungünstigen S-Kurve – ist der Radius in Variante B bereits 92cm und geht direkt in ein gerades Gleis über. Dabei sinkt der Parallelgleisabstand lediglich auf 15,9 cm.

Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie bei beengten Platzverhältnissen eine Bogenweiche neue Handlungsspielräume bei der Gleisgestaltung bietet. Eine Übersicht über aktuelle Bogenweichen mit großem Radius gab es am Donnerstag im Spur-G-Blog.

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