Test: PIKO BR 194 „Krokodil“ [Video]

Bereits am 18. Oktober wurde die Baureihe 194 von PIKO in Weimar vorgestellt. Der Spur-G-Blog berichtete über den Roll Out und stellte exklusive Videos davon ins Internet. Seit ein paar Tagen ist das Modell im Fachhandel und im Internet zu kaufen. Der Spur-G-Blog hat daher das Modell genauer untersucht.

Die wichtigsten Kenndaten sind ja seit einigen Wochen bekannt: Die 73cm lange Lokomotive verfügt über kugelgelagerte Antriebsachsen mit verchromten Laufrädern. Der Knickrahmen der Lokomotive sorgt dafür, dass die BR 194 auch den Radius R1 meistert.

Der Spur-G-Blog hat die Lok getestet und ein aktuelles Spur-G-Blog-Video online gestellt.

Die Lokomotive hat im analogen Modell erstmals einen rot/weißen Lichtwechsel in Fahrtrichtung. Die Stirnlampen sind LEDs, wobei die beiden unteren Lampen wahlweise rot bzw. weiß leuchten. Wirklich gut hat PIKO den Zugriff auf den Innenraum gelöst. Der Dachaufbau lässt sich ohne Werkzeug schnell und einfach öffnen. Dazu drückt man den Aufbau leicht an der Seite mit den Stromleitungen ein (s. Video) und klappt das Dach hoch. Auf der anderen Seite des Dachs rasten zwei Kunststoffnasen ein, so dass man beim Öffnen etwas vorsichtig sein sollte. Leider hat PIKO das Öffnen des Dachs schlecht dokummentiert.

Ohne Werkzeug lässt sich das Dach öffnen und einfach ein Dekoder oder Soundmodul installieren.

Ist das Dach offen, so hat man leichten Zugriff auf den Innenraum. Unten befindet sich die vorbereitete Öffnung für den Lautsprecher und auf Höhe des Dachs befindet sich im analogen Modell eine Platine für die LED-Anschlüsse. Diese Platine kann einfach gegen einen digital Dekoder ausgetauscht werden. Morgen stellt der Spur-G-Blog geeignete Digitaldekoder mit Sound ausführlich vor.

Nach der Aufrüstung mit einem Digitaldekoder brachte das Modell 5.460 Gramm auf die Wagge. Auf den herbstlichen, nassen Gleisen fuhr die Lok problemlos – allerdings bemerkte man bei Langsamfahrten den Unterschied, ob der Dekoder von einem Spannungspuffer unterstützt wurde oder nicht.

Die Bedruckung des Modells ist sehr sauber ausgeführt. Auch war die Verarbeitung des Spur-G-Blog Testmodells gut.

Natürlich ist ein Regelspurlokomotive auf Schmalspurgleis nicht maßstabsgetreu. Wer Wert auf die exakte Umsetzung von IIm legt wird mit dieser Lok nicht glücklich. Wer den Maßstab großzügier auslegt und eine imposante Lok sucht, für den ist das PIKO Modell der BR 194 attraktiv. Im Internet und im Handel findet man die Lokomotive deutlich günstiger als die UVP von 477 Euro. Wer Digital oder mit Sound fahren möchte, muss natürlich aufrüsten – dazu bringt der Spur-G-Blog morgen ein Special.

PIKO bedruckt das Modell wieder sehr sauber und detailliert

In Kombination mit zwei Silberlingen kommt die Lokomotive auf eine Zuglänge von fast 2,40m. Wer solche Bahnsteige und einen Mindestradius von 1,20m hat, der kann viel Spaß mit der Regelspurlok haben. Der Übergang von Schmalspur zur Nebenbahnstrecke der DB bietet zahlreiche neue Betriebsmöglichkeiten.

PIKO ist ein schönes Modell gelungen. Außerdem zeigt PIKO erneut, dass es möglich ist Produkte anzukündigen und fristgerecht auszuliefern. Dem Gartenbahnsegment würde es besser gehen, wenn dies alle Hersteller schaffen würden.

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit Digital, Lok, PIKO verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.