Für die heutige Folge der Neuheiten-Serie 2011 hat sich der Spur-G-Blog die Diesellok F7 von LGB zum Thema gewählt. Ursprünglich war von Märklin die Auslieferung dieser Neuheit für den Monat März geplant. Auf Anfrage des Spur-G-Blogs bestätigte Märklin jedoch die Verschiebung des Liefertermins auf Mai 2011. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf eine Lokomotive, die nicht nur US-Gartenbahnfans beeindrucken drüfte.
Die Baureihe F7 wurde als Güterzuglok Ende der 1940er Jahre von General Motors entwickelt. Daher ist sie auch unter der Bezeichnung EMD F7 (EMD = Electro-Motive Division) bekannt. Vier elektrische Fahrmotoren brachten die 104 Tonnen schwere Lokomotive in Bewegung. Der Strom für die Fahrmotoren wurde aus einem Traktionsgenerator erzeugt, der durch Dieselmotoren angetrieben wurde.
Die so genannte A-Unit bildet die eigentliche Lokomotive mit Führerhaus. Es bestand jedoch die Möglichkeit durch Ankopplung einer führerhauslosen B-Unit die Leistung zu verdoppeln (A-B-Unit). Diese Variante war für die amerikanischen Eisenbahngesellschaften sehr wichtig, da entweder kilometerlange Züge oder etliche Höhenmeter bewältigt werden mussten. Teilweise kamen auch dreiteilige A-B-A-Units zum Einsatz.
Die F7 war die zahlenmäßig am meisten produzierte Lok der F-Serie. 2.366 A-Units und 1.483-B-Units wurden von der bis zu 105 km/h schnellen Lokomotive gebaut. Obwohl die Lokomotive für den Güterverkehr konzipiert wurde, war sie auch im Personenverkehr eingesetzt. So zog die F7 u.a. den „El Capitan“ der Eisenbahngesellschaft „Santa Fe“.
Bereits für 2010 hatte Märklin die F7 in der Lackierung der Eisenbahngesellschaft „Santa Fe“ angekündigt. Im Mai sollen die Modelle 20576, 20577 und 20586 jetzt ausgeliefert werden. Dabei handelt es sich um zwei A-Units mit unterschiedlicher Betriebsnummer (330 bzw. 333) und der passenden, jedoch unmotorisierten B-Unit für jeweils 600 Euro.
Wie bei LGB üblich sind die Modelle wetterfest und mit vielen Details ausgestattet. Die beiden Lokomotiven verfügen über zwei Motoren, die die jeweils 61cm langen Loks antreiben. Gleich 12 Stromabnehmer sorgen für eine sichere Stromaufnahme, so dass die beiden Motoren problemlos die vier Achsen antreiben können. Eine Achse ist mit einem Haftreifen ausgerüstet. Da eine Lok 4kg auf die Waage bringt, wird sie problemlos viele Waggons ziehen können.
Ein MZS-Decoder ist Standardmäßig in die Lokomotive eingebaut. Auch besitzen die Loks einen Lautsprecher, der aber nur mit einer B-Unit oder einem nachzurüstenden Sounddecoder Töne ausgibt. Selbstverständlich sind die Lokomotiven mit in Fahrtrichtung wechselndem Licht ausgestattet. Zwei Mehrzweck-Steckdosen mit Sicherung erlauben die Weitergabe des Stroms an die B-Unit oder an Waggons. Wie bei vielen LGB Lokomotiven und Waggons üblich, lassen sich die Türen des Führerhauses auch bei diesem Modell öffnen.
Die B-Unit der F7 wertet nicht nur die Lokomotive optisch auf: Ein digitaler LGB-Sounddecoder und Lautsprecher sorgen für den richtigen Ton. Der Sound der Dieselmotoren wird stufenweise synchronisiert und selbst im Leerlauf spielt der Decoder bis zu 30 Sekunden Geräusche ab. Im Sounddecoder sind die typischen amerikanischen Glocken- und Horntöne sowie Bremsgeräusche integriert. Zwei Mehrzweck-Steckdosen erlauben die Ankopplung der B-Unit mit den A-Units. Die Länge der B-Unit beträgt 60cm und das Gewicht 2,1 kg.

Der A-B-A-Unit Zugverband ist beeindruckend - Quelle: Gebr. Märklin & Clie GmbH / Fotomontage Spur-G-Blog
Quellen: de.wikipedia.org und Gebr. Märklin & Clie. GmbH












